Auf ein Neues…

(Werbung durch Verlinkung)… weil ich einen Schnitt wieder aus der Versenkung geholt habe.

Beim ersten Me Made Mittwoch 2021 bin ich endlich wieder dabei. Im Home Office komme ich leider nicht zum Nähen, da die Nähmaschine für den Firmen-Laptop samt Monitor Platz machen muss 🙁 und ich bin jede zweite Woche im Home Office. Aber über die Feiertage und den Jahreswechsel war ich tüchtig am Nähen.

Für mein heutiges Outfit habe ich einen fast vergessenen Schnitt wiederbelebt, aber der Reihe nach. Es hat ursprünglich mit dem Rock angefangen.

Schon sehr lange bin ich um den Schnitt PB&J Skirt von Decades of Style herumgeschlichen und als ich einen Schnitt für einen längeren Rock für meinen auberginfarbenen Wollgabardine gesucht habe, habe ich endlich zugeschlagen. Mich hat die ungewöhnliche Faltenpartie im Vorderteil so angesprochen.

Verarbeitungstechnisch gibt es nichts besonders zu sagen und die Paßform ist extrem unsensibel. Die Größe habe ich nach der Taillenweite gewählt. Die Knöpfe im Vorderteil fixieren die Falten und haben sonst keine weitere Funktion. Da ich keine passenden Knöpfe gefunden habe (trotz eigenem Shop…), habe ich mir in der Werkstatt von Garconne Knöpfe bezogen.

Als der Rock fertig war, fiel mir ein, dass ich noch einen etwas festeren Strickstoff vom letzten Winter im Vorrat habe, dessen Muster aubergine ist und er paßt genau zum Rock. Manchmal ist es gut, wenn man Stoffe hortet ;-). Bei der Überlegung nach dem Schnitt, er sollte nicht zu luftig am Hals sein, kam mir recht schnell das Kurzjäckchen J-031 von Garconne in den Sinn. Den Schnitt habe ich vor einigen Jahren mehrmals genäht und wieder vergessen. Das Jäckchen hat einen angeschnittenen Kelchkragen und ist schön kurz und schmal, dadurch ideal für für weitere Röcke.

Da sich meine Figur in den letzten Jahre verändert hat, habe ich den Schnitt eine Nummer größer genommen, meine alten Jäckchen sind inzwischen etwas eng. Auch hier habe ich keine passenden Knöpfe gefunden und einfach die gleichen bezogenen Knöpfe aus dem Rockstoff gemacht, allerdings etwas kleiner.

Das Shirt ist etwas heller als der Rock und den Schnitt habe ich hier schon einmal verwendet und näher beschrieben.

Ich hoffe, dass die Frisöre (natürlich nicht nur die, alles andere auch) bald wieder öffnen dürfen. Am ersten Lockdown-Tag (16. Dezember) hätte ich eigentlich einen Termin gehabt….

Auch ohne Jahresrückblick reihe ich mit in die Riege des Me Made Mittwoch ein.

Hasen-Jacke

Bei Garconne gibt es wunderschöne Strickjaquards, um die ich bisher nur herumgeschlichen bin. Sie sind aus reiner Wolle und recht teuer (79 €/m).

Aber dieser mit seinen Hasen hat es mir besonders angetan und ich konnte nicht widerstehen. Die Webkante der Stoffe hat eine Brordüre, die zum Abschneiden zu schade ist.Hasen-JackeAls Schnitt habe ich J-031 von Garconne verwendet, den ich schon oft genäht habe. Allerdings wurde er hier modifiziert: Die Jacke wurde etwas verlängert und der Saum begradigt. Der im Original geschwungene Saum paßte mir nicht zum Stoff. Da ich die Bordüre verwenden wollte, habe ich mich für einen Reißverschluss entschieden und für einen Kelchkragen.

Im folgenden Bild sieht man, wie das mittlere Vorderteil verändert habe. Den Übertritt habe ich weggelassen, da er nur für Knöpfe benötigt wird. Da die Bordüre an einer geraden Kante ist, habe ich den Schnitt quasi aufgedreht, um den Kelchkragen zu verlegen und einen Abnäher einzubauen.Hasen-Jacke SchnittDie Länge der vordern Kante hat sich nicht verändert und die Schulterbreite ebenfalls nicht. Die Breite des Kragens ist an die Bordürenbreite angepaßt. Die entstandene Lücke zwischen Kraganansatz und Schulterende ergibt den Abnäher, dessen Spitze an der Stelle ist, ander urprünglich der Bogen an der vorderen Mitte beginnt.

Die Jacke habe ich gestern auch bei der Arbeit getragen, da sind schönere Bilder entstanden. Sie paßt zu Hosen und zu Röcken.Hasen-Jacke-1Der graue Rolli, den ich darunter trage, ist nach T-021 (Raglanrolli von Garconne) entstanden. Ich mag den Schnitt sehr, da er mal etwas anders ist. Den Rolli muss man nur gut in den Bund stecken, damit die geraffte Passe straff sitzt und sich nichtz hochzieht. Der Rock ist ein älterer Burdaschnitt.

Hier sieht man den Rolli genauer:T-021Falls sich jemand wundert, dass das Muster von den Ärmeln nicht zum Körper paßt. Das habe ich bei dem Preis des Stoffes in Kauf genommen.  Sonst hätte dich deutlich mehr Stoff kaufen müssen. Ein Rapport hat die Höhe von ca. 60 cm!

Heute gab es einen Kunst- und Kreativmarkt, bei dem ich zugeschlagen habe. Dort war ein Stand mit wunderschönen alten Glasknöpfen. Meine Ausbeute, die für zukünftige Projekte gedacht ist:GlasknoepfeDie kleinen Knöpfe passe ideal zu Strickjäckchen im Retrostil. Und als Fan von schönen Köpfen konnte ich sie nicht liegen lassen. (Ich hätte noch mehr kaufen könne, so schön waren die) Nicht umsonst habe ich mit Zugeknöpft einen Versand für Knöpfe und mehr….

 

Rock mit geschwungenen Nähten R-014

Gestern beim Arbeiten bei Garconne habe ich meine neuesten Rock getragen. Es ist wieder kein Etuirock 😉DSCI0002Es ist ein Rock aus Wolltweed in einem melierten, dunkleren Rot. Der Schnitt ist R-014 von Garconne, der Rock mit geschwungenen Nähten. Allerdings habe ich den Schnitt, der im Original fast knöchellang ist, deutlich gekürzt- nicht nur auf meine Zwergenmaße. Zuerst habe ich den Schnitt auf meine Proportionen gestaucht und dann auf knielänge (kniebedeckt) gekürzt.

Damit er glockiger fällt, habe ich an jeder Teilungsnaht, außer in der vorderen MItte, den Saum 2 cm ausgestellt. Das wirkt bei der Kürze stimmiger.

DSCI0005 DSCI0006

Die beiden Bilder zeigen die Ansicht von der Seite und von hinten. Ich hoffe, dass man die Teilungsnähte einigermaßen erkennen kann. Das Blitzlicht verschluckt leider oft die Details.

Die Jacke, die ich gerne trage und schon eine Weile habe, ist aus einem Strickstoff nach Garconne J-031 in der Kelchkragenvariante genäht.

Neben mir sieht man einen älteren Herren. Es ist ein Knopflochautomat von Dürkop, der superschöne Augenknopflöcher stickt. Trotz seines hohen Alters, er stammt aus den 50er-Jahren, ist er zuverlässig. Bei Garconne leiste er treue Dienste. Auch meine Jacken bekommt er unter die Nadel.

Da meine Kollegin und ich den Zeitpunkt verpaßt haben, als der Laden mal ohne Kunden war, haben wir uns nach hinten hinters Futterstoff-Regal vor die Umkleidekabine verzogen. Beim Fotografieren vor Publikum fühle ich mich nicht wohl.

Me-Made-Mittwoch 03.12.2014

Heute bin ich wirklich spät dran mit meinem Beitrag zum MMM.

J-031Heute Nachmittag bin ich nach einem Zahnarzttermin bei meinem Kolleginnen von Garconne vorbeigegangen, damit der Hintergrund nicht immer die Schlafzimmerwand mit der häßlichen Fußbodenleiste ist oder der nackte Flur. In der dunklen Jahreszeit ist es gar nicht so einfach, vernünftige Foto-Motive zu finden. Draußen ist es für jackenlose Outfits einfach zu kalt, mir als „Frostbeule“ sowieso.

Aber jetzt zum Outfit, das natürlich komplett von mir genäht ist. Die Jacke (Garconne J-031) ist aus einem romanitähnlichem Wolljersey und bereits vor zwei Jahren genäht. In Natura ist sie rot und nicht orange wie auf dem Bild oben. Die Jacke trage ich sehr gern. Meiner Zahnärztin (selber Hobbyschneiderin) sind gleich die Blumen auf der Jacke aufgefallen. Die habe ich mit der kleinen Clover YoYo Schablone Kleeblatt gemacht und mit unregelmäßigem Abstand zueinander aufgenäht.

J-031 DetailDie Schablonen werden sonst immer im Dekobereich mit Patchworkstoffen gezeigt, aber so finde ich es viel schöner und man kann schlichte Sachen damit aufpeppen.

Die Hose ist nach meinem altbewährten Schnitt genäht aus einem klassischen dünnen Wollstoff (mit Elastan) und das T-Shirt, das man kaum sieht, nach Garconne T-006. Hose und Shirt hatte ich auch bereits letzte Woche beim MMM an. Beides sind einfach universell kombinierbar.