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Farbberatung – Resümee nach einem Jahr

Im letzten Jahr, bevor es den Blog gab, habe ich eine Farberatung gemacht.

Mein Kleiderschrank und das Stoffregal waren ziemlich einheitlich in grau und rot gehalten, meiner Lieblingsfarbkombination. Irgendwie war ich festgefahren, was mich schon lange unbewusst gestört hat.

Nachdem Martina Lauber, eine Kollegin von Garconne, ihre lange Ausbildung zur Stil-und Farbberaterin absolviert hat und ich bei einer anderen Kollegin die Wirkung der Farbberatung erlebt habe, war es im letzten Mai endlich soweit. Ich habe eine Farberatung gemacht.

Es war nicht meine Erste. Anfang der 90er-Jahre hatte mein Tante mit eine geschenkt, bei der es allerdings nur vier feste Jahreszeitentypen gab. Es wurden farbige Tücher ans Gesicht gealten und die Wirkung im Spiegel getrachtet. Als Ergebnis war ich ein Winter und erhielt einen vorgefertigten Farbfächer. Da war mir damals auch klar, warum ich kein Goldschmuck mag und meinen selbstgestrickten orange-weißen Pulli kaum trug.

Im Laufe der Zeit hat sich meine Garderobe geändert und es dominierten Grau (in allen Schattierungen), Rot und etwas Magenta und Petrol.

Bei Frau Lauber (für mich Martina) war es anders. Ihre Methode hat sie sehr gut hier auf ihrer Homepage beschrieben. Sie arbeitet mit Acrylfarben, die sie individuell anmischt und anhand von Stoffmustern, die sie ans Gesicht hält, stellt sie anschließend einen individuellen Farbfächer zusammen. Man selber sieht dabei die Wirkung der Farben nicht, es gibt absichtlich keinen Spiegel, damit der Kunde sich nicht einmischen kann und vorbehaltlos bleibt. Erst als alle Farben ausgesucht waren, hat Martina sie mir im Spiegel gezeigt. Beim Heraussuchen der Farben entwickelt  sich auch ein Gespräch, in dem sie noch die Charaktereigenschaften herausfinden will, ob jemand z.B. eher introvertiert oder extrovertiert ist. Auch das hat Einfluß auf die endgültige Farbpalette.Farbpalette AnetteBei mir ist ein sanfter Winter herausgekommen. Dass ich ein Winter bin, war klar, aber es sind doch mehr warme Anklänge dabei, als Martina vorher gedacht hatte. Außerdem sorgen die grauen Haare dafür, dass die Kontraste geringer werden. Das Bild zeigt die komplette Palette “meiner” Farben. Als sanfter Winter sind sie bei mir etwas zurückhaltender genau wie ich. Ich stehe nicht gerne im Mittelpunkt

Damit man beim Einkaufen immer seine Farben parat hat, erhält man auch eine kleines Ringbuch, dass in fast jede Handtasche paßt.Farbe1Hier sind einige Seiten als Beispiel:

Farbe4 Farbe5

Mir haben die Farben im großen Ganzen auf Anhieb gefallen, nur mit Blau kann ich mich heute noch nicht so recht anfreunden.

Wenige Tage nach der Farbberatung war ich mit einer Nähfreundin bei KBC im Werksverkauf. Ich wollte automatisch zu meinen bisherigen Farben greifen, aber Christiane hat mich abgehalten und zu den neuen Farben gedrängt. Da war ich ein ganz schön sturer Brocken…

Es hat einige Zeit gebraucht, bis die neuen Farben Einzug in den Kleiderschrank gefunden haben, da ich teilweise doch recht unsicher war.

Mittlerweile habe ich doch recht viel Grün im Schrank und fühle mich damit sehr wohl. Auch an der Front im Verkauf bei Garconne erhalte ich oft positive Reaktionen der Kundinnen auf meine Outfits wegen der Farben.

Als Beispiele für die Veränderung dienen einige ältere Blogbeiträge. Nach wie vor trage ich auch meine alte Lieblingsfarbkombie (rot ist meine Lieblingsfarbe) wie beim letzten MMM. Aber ohne die Farbberatung wäre ich nie auf diese Outfits gekommen: hier, mein Lieblingskleid vom letzten Sommer, ein Pulli in meinem hellen Hautton, meine Dirndlstrickjacke (das Top hat meinen hellen Hautton), meine grüne Jacke. Die Liste könnte ich noch fortsetzten, aber ich denke, sie ist lang genug.

Für mich hat sich die Farbberatung auf jeden Fall gelohnt und ich bin froh, dass ich sie gemacht habe. Ich bin keine graue Maus mehr.