Me Made Mittwoch 24.05.2017

Endlich scheint diese Woche die Sonne und prompt strahle ich fast mit ihr um die Wette ,-), denn endlich habe ich einen Hosenrock.Hosenrock 2Bei diesem schönen Wetter trage ich  meine neueste Kombination aus Cloque-Jersey-Top und Hosenrock, richtig angenehm und bequem.

Das Oberteil ist das x-te nach dem Schnitt und aus dem Stoff, nur immer wieder andere Farben. Hier habe ich es genauer beschrieben.Hosenrock 1Für den Hosenrock aus einem Leinenmischgewebe habe ich Butterick B6178 Modell D verwendet. Ich habe nur die Länge angepaßt, sonst nichts. Die Nahttaschen habe ich weggelassen, da ich sie eh nicht benutze. Der Schnitt lag einer Nähzeitschrift bei, die ich letzte Woche in London gekauft hatte. Bei meiner Größe (152 cm) und meiner Figur (X-Figur mit Tendenz um A) muss ich bei Hosenröcken aufpassen und deshalb kommt nur Modell D in Frage. Die Modeflüsterin hat  die Kriterien sehr gut beschrieben.

Beim Stoff, von dem ich die genaue Zusammensetzung und die Herkunft leider nicht mehr weiß, da er schon sehr lange in meinem Lager liegt, habe ich die linke Seite verwendet, sie hat mir einfach besser gefallen.

Hosenrock StoffHosenrock Stoff richtig

Das Muster sieht auf der linken Seite verwaschener aus und auch grauer.

Und noch eine breitbeinige Ansicht, bevor es zu den anderen Mitstreiterinnen vom MMM geht:

Hosenrock

 

Schrägband an Ausschnitten

In diesem Beitrag zeige ich das Verstürzen von Kanten mit Schrägband, wie es bei Garconne gerne gemacht wird.

Diese Methode eignet sich besonders für Hals- und Armausschnitte und ist eine Alternative zum Verstürzen mit Belegen. An den Ausschnitten wird die normale Nahtzugabe von 1 cm angeschnitten.Schraegband-1Als erstes wird das vorgefalzte Schrägband aufgebügelt, man kann aber auch selber geschnittenes Schrägband (3 cm breit) verwenden.Schraegband-2Schraegband-3Anschließend wird es von rechts auf die Ausschnittkante gesteckt und 1 cm breit aufgenäht.Schraegband-4Nun schneide ich beim vorgefalzten schrägband, das normalerweise 4 cm breit ist, 1 cm ab. Praktischerweise sieht man die alte Falzline noch nach dem Bügeln, sie geht nicht wirklich raus.Schraegband-5Schraegband-6Gebügelt werden muss auch. Das Schrägband wird nun nach oben gebügelt.Schraegband-7Im nächsten Schritt wird das Band um die Nahtzugaben herum gelegt. Wenn die Naht überall 1 cm breit ist, erübrigt sich ein Abmessen. Das verwendete Baumwollschrägband lässt sich gut mit den Fingern “bügeln”.Schraegband-8Schraegband-9Dann wird die komplette Nahtzugabe samt Schrägband nach innen umgelegt und festgesteppt.

Als letzten Schritt wird alles noch schön gebügelt – fertig.SchraegbandeinfassungDiese Schrägbandeinfassung sieht schön sauber aus und man kann damit auch etwas zu weite Ausschnitte auch gut enhalten. Von außen sieht man nur die letzte Naht. In meinem Fall ist es ein Etuikleid, bei dem die Naht durch das Muster verschluckt wird.

Wenn ein Kleidungsstück sehr elegant sein soll, sollte lieber mit einem Beleg unsichtbar verstürzt werden.

 

Me Made Mittwoch 19.04.2017

Irgendwie mache ich mich hir in letzter Zeit etwas rar – da sollte ich mich schämen….

Kalt ist es heute und so muss eine winterliche Kombi herhalten.J-042 TweedNoch nicht sehr alt ist meine Jacke nach Garconne J-042. Den Schnitt in meiner ersten Version hatte ich hier schon einmal vorgestellt. Auch hier habe ich die Jacke (aus einem boucelähnlichen Tweed in grau  mit etwas Glitzer und türkis, Material ist eine Mischung aus allem Möglichen, gekauft in Basel) nicht gefüttert, damit es nicht so förmlich wird. Ich mag die Jacke lieber etwas lässiger. Auch mit Einlage bin ich deshalb sehr sparsam umgegangen und habe eine sehr Dünne nur auf die Belege aufgebügelt, damit die Knopfleiste Halt hat. Die Nahtzugaben des Korpus habe ich mit Hexenstichen fixiert, damit innen alles glatt ist.

Inspiriert durch die Jacken von Angela Merkel (ich muss es in diesem Fall gestehen) habe ich den Ausschnitt etwas abgewandelt und an der vorderen Kante oben 4 cm auslaufend zum ersten Knopfsitz abgeschnitten. Dadurch ist der V-förmige Ausschnitt entstanden.

Der Rest ist meine übliche Hose und das T-Shirt von Gertie Hirsch und hier schon mal genauer beschrieben. Diesmal hat es keine Flaten vorn.J-042 Tweed 1Und jetzt schaue ich mir die Kreationen der anderen Teilnehmerinnen vom MMM an….

Me-Made-Mittwoch 01.03.2017

Heute ist metereologischer Frühlingsanfang…

trotzdem trage ich eine kuschlig warme Jacke aus einem Winterjackenstoff.J-042 mit RockSie ist frisch fertiggestellt und bevor es zu warm wird, muss sie auf jeden Fall einmal ausgeführt werden.

Der Stoff ist ein dicker Boucle aus Wolle und Kunstfaser. Die Farbe hat mir wahnsinnig gut gefallen und ich musste den Stoff unbedingt haben. Er war recht teuer und ich brauchte eigentlich keine weitere Winterjacke. Also habe ich mir gedacht, dass ich es eine kurze Jacke ohne Kragen werden muss. (Da wird nicht so viel Stoff benötigt)

Beim Schnitt fiel die Wahl auf Garconne J-042, da er so schon schlicht ist und ich mit der Paßform von Garconne so zufrieden bin.

Damit die Jacke nicht zu klassisch wird und lässiger bleibt, ist sie nicht gefüttert. Sie soll eher eine Strickjacke sein (obwohl es kein Strickstoff ist) Sie sitzt unheimlich gut und ist bequem, obwohl sie so schmal ist. Am Schnitt habe ich nur die für mich üblichen Änderungen vorgenommen. Die Jacke hat absichtlich nur die drei Knöpfe, mehr hatte ich nicht und diese haben einfach optimal gepaßt. Der Farbton des Boucles ist nicht einfach, es ist ein kaltes graustichiges Hellblau.J-042 geschlossen mit RockGeschlossen gefällt sie mir auch.

Die schöne Struktur des Stoffes kommt auf den beiden Bildern nicht gut raus, deshalb ein Bild auf dem Bügel:J-042Heute habe ich die Jacke kombiniert mit einem Raglanshirt mit Wirbelfalten vorn und einem Rock aus der Knip Mode 3/2015 (Model 22) aus einem bedruckten dickeren Jersey. Die Details vom Rock sind leider nicht gut zu erkennen. Deswegen gehe ich auch nicht näher darauf ein. Ein Bild vom Schnitt habe ich leide rnicht mehr.

Frühlingshafteres zeigen die anderen Damen vom MMM.

Me-Made-Mittwoch 25.01.2017

Mir gefallen immer wieder Etuikleider.blaues FischgratkleidHeute zeige ich ihm Rahmen des MMM ein “Bastelkleid”: Das Oberteil ist Burda 8/16 Modell 124 und der Rockteil mein Maßschnitt. Der Originalrock hat mir nicht gefallen. Achtung: Das Oberteil vom Kleid fällt sehr kurz aus. Nch meiner normalen Burda-Stauchung war es 2 cm zu kurz. Dank großzügiger Nahtzugaben aber kein Problem.

In Anlehnung an die 50er hat das Kleid einem Gürtel aus dem gleichen Stoff samt bezogener Schließe bekommen.

Der Stoff ist ein blau-grauer Fischgräd aus Wolle. Normalerweise bin ich recht unempfindlich, was das Kratzen bei Wolle angeht. Sicherheitshalber habe ich das Kleid gefüttert und zwar das Oberteil (ohne Ärmel) mit einem dünnen Jeansstoff und den Rock mit normalem Futtertaft. Der Taft war mir fürs Oberteil zu kalt auf der Haut.

Aber jetzt reihe ich mich ein in die Riege vom MMM.

Me-made-Mittwoch 11.01.2017

Lieblingsstück von 2016?

Es gibt viele Stücke, die ich gerne trage. Aber ein echtes Lieblingsstück habe ich nicht.

Sehr gerne trage ich auf jeden Fall meinen neuesten Pulli. Er paßt zu den Temperaturen der letzten Tage und er hat meine Augenfarbe laut Farbpaß. Außerdem wurde er 2016 angefangen und jetzt im neuen jahr fertig gestellt (Es fehlte nur der Saum)K-067 als PulliDas Material, dass ich seit dem Herbst liegen hatte, ist ein kuscheliger Feinstrick aus Wolle und Viskose. Ich habe länger überlegt, welchen Schnitt ich verwende und als ich mitbekommen habe, dass bei Garconne ein neuer Schnitt mit Carmenkragen in Arbeit ist, habe ich gewartet, bis er fertig ist.

Raglanärmel sin für mich mit meinen abfallenden Schultern nicht ganz so günstig. Da der Ausschnitt nicht ganz eng ist, geht es.

Der Kragen ist nicht so weit geschnitten wie die anderen Carmenkrägen und er wird doppelt verarbeitet. Dadurch steht er so schön und fällt nicht so flach.

Das Schnitt ist eigentlich ein Kleid, das ich auf Pullilänge gekürzt habe. Es ist K-067 (Raglankleid mit Zipfeln). Schmale Strickkleider im Sinne von sehr langen Pullis sind bei meiner Figur nicht ideal.

Da die anderen Teilnehmerinen vom MMM Lieblingsstücke haben, zeigen sie sie hier.

Kleider- und Stoffmarkt am 14.01.2017

Auch dieses jahr gibt es wieder den Kleider- und Stoffmarkt bei Garconne.

Seit einigen Wochen löchern uns die Kundinnen schon ungeduldig, wann endlich wieder der ersehnte Markt ist.

Ausführlicher hatte ich früher schon einmal über den Kleider- und Stoffmarkt berichtet.  Damals auch mit Fotos, die kurz vor der Stürmung durch die Kunden geschossen worden sind.

Da erst am Vortag des Marktes die Werkstatt umgeräumt wird, können noch keine Bilder gezeigt werden. Die Kolleginnen müssen noch nähen können….

 

Me-Made-Mittwoch 21.12.2016

Der letzte Me Made Mittwoch für dieses Jahr, da muss ich enfach noch mitmachen.Hahnentritt-KleidAm Samstag haben eine Kollegin und ich etwas herumgealbert beim Fotografieren für meinen Blog.in der Werkstatt von Garconne. Herausgekommen sind Bilder am Bügeleisen. Wenn mal einen Moment nicht guckt.Hahnentritt-Kleid-2Aber nun zu den wichtigen Details. Das Kleid ist aus einer Art dünneren Romanitjersey mit Hahnentrittmuster in dunkelgrau-schwarz. Genäht habe ich es im letzten Jahr und habe den Schnitt M5804 von McCall´s verwendet, den es nicht mehr zu Kaufen gibt. Es hat keine Ärmel und ohne die Wickeljacke aus Mohair wäre es zu kalt.Hahnentritt-Kleid-1Die Jacke habe ich dieses Jahr quasi wiederentdeckt. Sie lag jahrelang im Schrank und fristete ein trauriges Dasein. Garn und Anleitung waren von Lana Grossa. Ich hatte sie gestrickt, bevor ich Schulterprobleme bekommen habe und eine stricktechnische Zwangspause einlegen musste.

Allen Lesern hier und den Teinnehmerinnen vom MMM wünsche ich frohe Weihnachten und einen guten Rutsch.

Me-Made-Mittwoch 23.11.2016

Die nächste Runde der Galerie mit den selstgenähten Outfits vom MMM ist eröffnet.

Mein heutiges Outfit ist ideal für ungemütliches Wetter. Der Rock ist richtig schön warm und gemütlich. Das Material ist ein walkähnlicher Jaquardstrick aus reiner Merinowolle und der Schnitt ist mein Maßschnitt mit angeschnittenem Bund.Hahnentrittrock und J-045Bei dem Material bietet sich ein Gummibung an, der Stoff ist elastisch genug und man spart sich dne Reißverschluss. Der Schlitz für den Reißverschluss habe ich einfach zugenäht und ein breiteres Gummi nach Art von Garconne eingerbeitet. Wie das geht zeige ich bei den Anleitungen.

Mein T-Shirt ist ein Raglanshirt mit kurzen Ärmeln, in das ich in der vorderen Mitte 3 Wirbelfalten eingearbeitet habe. Es ist schon älter und aus einem etwas dickeren Jersey.

Aus einem Merino-Feinstrick habe ich den Bolero nach dem Schnitt J-045 von Garconne genäht (Bolero mit angeschnittenem Stehkragen). Aus dem Stoff hätte ich mir lieber einen Kuschelpulli genäht, nur zu mehr hat er nicht gereicht. Er war ein kleiner Rest im letzten Jahr und ich wollte ihn unbedingt wegen der Farbe und dem Material haben und mehr gab es einfach nicht.

Gummibund von Walkröcken

Nach langer Zeit habe ich aus einem walkähnlichen Stoffe einen Rock  genäht, der einen Gummibund hat. Das war die Gelegenheit Bilder für diese Anleitung zu machen. Hier wird allerdings nur das Einarbeiten des Gummis beschrieben, nicht die Schnittkonstruktion!

Bei Walk bietet sich ein Gummibund an, da der Stoff elastisch genug ist und man sich dann einen Reißverschluss sparen kann ;-)  So ein Gummibung trägt auch nicht auf, da der Rock in der Taille keine Mehrweite hat.

Der Schnitt muss einen angeschnittenen Bund mit angeschnittenem Beleg haben. Beispiel für solche Schnitte sind (von Garconne) R-002, R-003 oder R-009, um die beliebtesten Modelle für Walk zu nennen. Es gibt aber noch andere.

Als erstes messe ich das breite Gummiband ab. Ich nehme Taillenweite ohne weitere Zugaben, dadurch wird es nach dem Zusammennähen 2 cm enger als Taillenweite, da ich zu weite Gummibunde nicht mag. Dann lege ich die Enden 2 cm übereinander und nähe einige Male zickzack-förmig von oben nach unten und umgekehrt. Das Gummi ist zum Ring geschlossen.Gummibund-1Dann teile ich den Gummi-Ring und die obere Rockkante je in 4 Teile und markiere es mit Stecknadeln, was ich nicht extra fotografiert habe. Anschließend wird das Gummi unter die obere Kante vom Rock gesteckt, wie breit hängt vom Schnitt ab. Ich habe es mir mit wagerecht gesteckten Nadeln markiert. Dazu fange ich mit den vorher markierten Vierteln an und nehme mir dann die Zwischenbereiche vor. Dabei muss man das Gummi aber dehnen, da es kürzer als die Rockoberkante ist.Gummibund-2Als nächsten Schritt nähe ich das Gummi 2 mm neben der Schnittkante an den Rock und noch ein zweites Mal steppfußbreit daneben. Dabei muss auch hier immer das Gummi gedehnt werden aud die Länge von der Rockoberkante.Gummibund-3Gummibund-4Gummibund-5Und so sieht es von innen aus:Gummibund-6Als letztes wird das Gummi nach innen umgeklappt, mit Nadeln fixiert und von der Gummibandseite aus doppelt abgesteppt. (Auch hier dehnen!)

Gummibund-7Gummibund-8

Als allerletzter Schritt muss alles nur noch gut mit Dampf bebügelt werden.Gummibund-fertigFertig!

P.S. ich sollte mir mal einen neuen Bezug fürs Bügelbrett nähen, Bügeleinlage hinterläßt auf Dauer einfach Spuren…