Kategorie-Archiv: Me-Made-Mitwoch und Co

Penny Dress von Sew Over It

Zur Zeit begeistern mich die Schnitt von Sew Over It, von denen ich nach und nach einige ausprobiere. Ich bin einfach zu neugierig.

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Penny Dress von vorne

In diesem Fall ist es das Penny Dress, eine Art Hemdblusenkleid, bei dem aber nur das Oberteil geknöpft ist. Der sehr weite tellerartige Rock ist in der Taille angesetzt und in die Nahtzugaben der Ansatznaht wird ein Gummiband eingezogen.

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Der weite Rock vom Penny Dress

Der Schnitt ist ideal für heiße Tage, da er sehr locker ist, aber durch das Gummi in der Taille Figur zeigt.

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Das Penyy Dress von der Seite

Mein Stoff ist eine kräftigere Viskose, die aber kaum knittert und schön fällt.

Meine Änderungen:

In anderen Blogs habe ich gelesen, dass alle das Oberteil verlängern müssen um ca. 2,5 cm. Die Schnitte von Sew Over It gehen anscheinend von einem kurzen Oberkörper aus. Das trifft sich gut, da ich auch einen kürzeren Oberkörper als normal habe (der Rest ist auch kürzer bei mir ;-) )

Sicherheitshalber hatte ich 3 cm angeschnitten, die ich aber wieder herausgenommen habe. Es ist mein erster Kleiderschnitt dieser Firma und ich wollte auf Nummer sicher gehen. Abschneiden geht immer.

Der Rock besteht laut Schnitt aus einem einzigen Teil, dass im Stoffbruch geshnitten wird. Mir kam es merkwürdig vor und ich hab nicht verstanden, wo die Teilungsnaht hin soll. Es ging aus der Anleitung auch nicht eindeutig hervor. Statt dessen habe ich  deshalb statt Stoffbruch zwei Rockbahnen zugeschnitten und Seitennähte erhalten.

Anders als in der Anleitung habe ich das Gummi nicht einfach nur in den Tunnel aus den Nahtzugaben gezogen, ich habe den ganzen Wust (Tunnel mit Gummi) ins Oberteil gelegt und abgesteppt. Diese Naht wird durch den schmalen Gürtel verdeckt. Mit Gürtel gefällt es mir besser und das Gummi hat sonst unnötig aufgetragen.

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Oberteildetails vom Penny Dress

Der oberste Knopf sitzt bei mir in Höhe des Brustpunktes, damit es nicht zu hochgeschlossen ist.

Fazit: Es ist das ideale Hochsommerkleid

Auf dem kleinen Spaziergang haben wir auf dem Friedhof in einem Brunnen diese kleine kuriose Brücke entdeckt, die ich einfach fotografieren musste:Brücke für EichhörnchenEs ist ein großes Aststück, dass im Wasser liegt und wieder austreibt.

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Neuer Lieblingsschnitt, T-010 von Garconne

Zur Zeit habe ich mal wieder einen Lieblingsschnitt. Es ist T-010 von Garconne, ein T-Shirt mit Raffung im Brustbereich, und löst meinen anderen Lieblingschnitt, das Knit Sweatheart Top von Gertie Hirsch, ab.T-010 BlumenEs ist ein älterer Schnitt von Garconne, der “modernisiert” worden ist. Und dadurch habe ich ihn wieder entdeckt.

Inzwischen habe ich vier Shirts nach dem Schnitt in meiner üblichen Größe genäht, zwei Exemplare zeige ich heute. Die einzige Änderung war die Anpassung an meine Zwergengröße. Jedes Shirt wirkt anders.T-010 grünMir gefallen einfach größere Ausschnitte und ich finde sie bei eier größeren Oberweite optisch schmeichelnder als zu Hochgeschlossene.

(Bei uns wird die Fassade vom Haus renoviert und unser Balkon zeigt schon die ersten Spuren der Dauerbaustelle, die uns den Sommer begleiten wird)

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Viel Handnäherei – die Couture lässt grüßen

Der heutige Blog-Titel klingt ziemlich hochgestochen, aber bei Craftsy habe ich mir einige Kurse mit Allison Smith gekauft, in denen sie Couture-Techniken vermittelt.Rock nach Couture-AnleitungNeugierig wie ich bin, habe ich bei meinem Rock einige der Techniken auspobiert, besonders die aus dem Kurs “Couture Finishing Techniques“.

Der Rock ist komplet mit Seidenorganza unterlegt, der von Hand auf die Nahtzugaben auf den Oberstoff (aus Wolle) aufgeheftet wurde. Seit dem Kurs verwende ich Bienenwachs zum Wachsen vom Garn bei Handnäherei. Es gibt kein Verknoten mehr – juhu.

Couture-TechnikAuch der nahtverdeckte Reißverschluss wurde nach der Anleitung aus dem Kurs eingenäht. Dazu wurde erst ein zusätzlicher Streifen Organza auf den Schlitzbereich aufstaffiert, dann die Raupen vom RV eingenaht und erst dann die hintere Mittelnaht geschlossen. Der RV ist super geworden.Couture-Technik-1Couture-Technik-2Dann habe ich bei allen Teilungsnähten die Nahtzugaben mit Hexenstich auf den Organza genäht. Dabei wurde die Schnittkante versäubert und die Nahtzugaben bleiben flach. (Im Kurs wird auch anders gebügelt als sonst) Davon habe ich allerdings kein Bild.

Als Einlage (Klebeeinlagen sind igitt ;-) ) wurde Petersham-Ribbon auf den Streifen für den Bund aufgehext. Es ist eine Art Hutmacher-Ripsband, das es nur in England gibt und ich mir dort bestellt habe. (Der Bund trägt sich mit der Einlage sehr angenehm, angeneher als mit meiner bisherigen Rosshaareinlage zum Aufbügeln)Couture-Technik-3Auch beim Saum gibt es Besonderheiten. Die Schnittkante vom Saum wird mit Schrägband eingefasst zum Versäubern. Ich habe Schrägstreifen aus Futtertaft dafür geschnitten, das Normale aus Baumwolle war mir zu steif. Die Bruchkante vom Saum wird mit Heftstichen markiert und mittig auf die Bruchkante wird eine dünne Näheinlage (musste ich auch erst suchen) aufgehext. Couture-Technik-4Dann wird der Saum an der Bruchkante umgelegt, auf dem Organza (nur dem Organza! ) von Hand festgenäht. Dadurch sieht man auf der rechten Seite vom Rock keine Stiche. Die Nahtzugabe vom Saum wird nur bis kurz vor die Bruchkante gebügelt, die Bruchkante selber bleibt ungebügelt, wodurch die Kante rundlich bleibt. Couture-Technik-5Der Rockschnitt ist Burda 6836, ein Tulpenrock mit Falten statt Abnähern. Durch den Organza bleiben die Falten auch plastischer und drücken sich nicht so platt.  Den Schnitt habe ich schon mal für den Sommer aus Baumwolle genäht, da drücken sich die Falten platt und der Tulpeneffekt geht verloren. Genau deswegen habe ich diesen Schnitt für das Experiment ausgewählt.Rock nach Couture-Anleitung seitlichFür meine Weiterbildung und Horizonterweiterung hat es sich gelohnt die Techniken anzuwenden. Die Overlock wurde nur beim Versäubern vom Futter eingesetzt, die normale Nähmaschine hat alle geraden Nähte gemacht, der Rest war von Hand. Die Zukunft wird zeigen, welche Techniken ich weiter verwenden werde.

Die Kurse von Allison Smith bei Craftsy kann ich auf jeden Fall empfehlen. Sie ist Britin und spricht sehr klar und deutlich, außerdem wird auch alles sehr anschaulich gezeigt. Viel ausführlicher als hier in der Kurzfassung. Bei Craftsy gibt es auch immer wieder Aktionen mit gesenkten Kurspreisen.

Auch wenn man es dem Rock nicht unbedingt ansieht, wie viel Arbeit drinn steckt, aber ich weiß es!

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Alpaka trifft Boucle

In der letzten Zeit bin ich dem Strick-Virus erlegen und stricke bald mehr, als ich nähe. (Stimmt nicht ganz, aber hier auf dem Blog könnte man es meinen)rosa Alpaka-Pulli mit Quilt-RockMit Macht musste ich mein letztes Werk stricken, den rosa Puli aus Alpaka. Der Name “Schmeichelgarne” ist einfach Programm, denn das Garn ist Soul Wool Alkapa Fine 100 von Kremke, die ich schon einmal verstrickt habe. Das Garn zwingt einen zum Stricken, so ein Genuss ist es.rosa Alpaka-PulliDie Inspiration für das Modell war der Pulli Wharfedale von Sarah Hatton. Ich kaufe mir regelmäßig die digitale Version vom The Knitter und der Pulli hatte mich gleich angesprochen. Mich stört bei den englichen Anleitungen nur, dass sehr wenig Maße angegeben sind. Mir fehlen die Angaben zur Ausschnittbreite und Tiefe, so dass ich sie abschätzen musste, was mir leider nicht ganz gelungen ist. Der Ausschnitt ist etwas zu eng geraten.  Vom Original habe ich lediglich das Zopfmusterpanel und die Kragenform übernommen, da die ursprüngliche Form für mich nicht optimal ist.

Den Rock, den ich heute zeige, habe ich vor einiger Zeit hier schon einmal näher vorgestellt. Damals hatte ich die Jacke aus dem gleiche Garn in einer anderen Farbe getragen. Irgendwie müssen sich Alkpawolle und Boucle gut verstehen…

 

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Grüner Rock mit Falte statt Schlitz

Die Überschrift sagt es bereits, es geht um meinen grünen Rock.Grüner Rock mit FalteDer Schnitt ist mein Standard-Schnitt für einem schmalen Rock, den ich nach meinen eigenen Maßen vor einiger Zeit konstruiert und schon oft genäht (und hier gezeigt) habe. Seitdem liebe ich schmale Röcke, da bisher keiner so gut saß wie dieser Schnitt. Mein Problem sind einfach immer ein kleiner weiblicher Bauch, ein kräftiger Po und vorstehende Obeschenkel.

Aber darum geht es hier nicht.

Ich lasse mich gerne von Schnittmustern aus den 50ern inspirieren und beim Durchblättern von alten Schnittmusterheften (speziell Pramos) ist mir aufgefallen, dass damals schmale Röcke meist keinen Gehschlitzhatten sondern eine tiefe Falte. Das musste ausprobiert werden, den an Gehsclitzen stört mich immer, dass sie gerne auf Dauer unschön aufsperren.Grüner Rock mit Falte-1Besonders gut hatte mir die Idee mit der Falte in der hinteren Mitte gefallen. Das hintere Rockteil hat die Falte über die ganze Rockhöhe und sie ist bis zur normalen Gehschlitzhöhe zugenäht und einmal steppfußbreit abgsteppt. Dazu wird einfach in der hinteren Mitte die Falte mit einer Faltentiefe von 6 cm (aufgeklappt 12 cm) im Stoffbruch angeschnitten.Grüner Rock mit Falte von hintenDas Bild zeigt den Zustand nach einem Tag im Büro, an dm ich viel auf dem Stuhl saß. Die Falte habe ich in die andere Richtung gelegt wie üblich, da ich im Auto meistens am Steuer sitze und die Falte nicht unnötig verdrückt wird.

Die Falte gibt genügend Schrittfreiheit.

Der Reißverschluss sitzt an der Seite und beim Verschluss habe ich auch etwas neues aus ausprobiert, was ich au der Seite von Threads gefunden habe, genauer hier in einem Video von Susan Khalje.20180123_222349Es gibt kein Knopf mit Knopfloch sondern Haken mit Garnschlinge und Druckknopf zur Sicherung. (Der Bund ist mit einem dünneren und glatteren Wollstoff verstürzt). Die Methode gefällt mir sehr gut, auch von der Außenseite.Grüner Rock mit Falte Verschluss-1Zum Wollrock trage ich einen Wollpulli, der einen eigenen Blog-Beitrag verdient.

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Boucle-Rock mal anders

Ich lebe noch ;-)

Der letzte Blogbeitrag ist etwas länger her, irgendwie hatte ich in der letzten Zeit die Kurve nicht gekriegt und fand meine Outfits auch nicht “zeigenswürdig”.Boucle-Rock mit JackeAber heute führe ich  meine neueste Strickjacke aus zusammen mit meinem bisher aufwendigsten Rock.

Zuerst zur Jacke. In einer englischen Strickzeitschrift hatte mich das Model Cowlam sofort angesprochen. Urspünglich wollte ich ein Tweedgarn, aber nicht das Originalgarn von Rowan, da es mir zu dick ist. Holst Garn wollte ich auch nicht. Schließlich bin ich bei der Suche im örtlichen Fachhandel über das Alpakagarn vom Kremke gestolpert (früher hießen die Schmeichelgarne, was alles sagt), was meine Lieblingsgarnstärke hat. Dann habe ich aber Zweifel bekommen, ob es als Pulli mit Rollkragen nicht zu warm wird und hab einfach eine Strickjacke daraus gemacht und nach einiger Überlegung einen Schalkragen darangestrickt. Die ursprüngliche Anleitung hat eigentich nur als Inspiration gedient. Der Schnitt ist auch nicht der Originale, sondern J-001 von Garconne, den ich für solche Zwecke mal ausgemessen habe. Boucle-Rock mit Jacke-1Aber nun zum Rock. Der Stoff ist ein Boucle in Sommerqualität, es ist keine Wolle enthalten. Als ich den Stoff zum ersten Mal bei Garconne gesehen hatte, musste ich ihn kaufen. Er hat genau meine Farben aus dem Farbpass der Farberatung (meine Hauttöne).

Nach kuzem Überlegen war klar, dass es keine Jacke (eigentlich typisch für den Stoff) wird, das ist mir zu fein. Es sollte ein weiter Rock werden. Der Stoff ist sehr locker gewebt und die Fäden recht rutschig, also muss er gegen das Verziehen gesichert werden bei der Rockform. In den 50er-Jahren gabe es gequiltete Röcke, damit die durch Volumenvlies und Futter stärker abstehen. Das war die die Idee, aber ohne Volumenvlies.Boucle-RockZuerst habe ich die zugeschnittenen Rockbahnen, die absichtlich kein Teller sind zwecks Formhalten, mit Sprühzeitkleber aufs Futter kleben wollen. Aber so ein Mist, der Stoff hielt nicht auf dem Futter (Futter auf Futter schon….). Deshalb musste ich es großzügig heften, damit es sich nicht verschiebt. Davon gibt es klein Bild. Dann bin ich mit der Overlock ringsherum gegangen, damit sich keine Fäden lösen. Dann kam das Quilten mit der Maschine.  Die Bilder zeigen die beiden Richtungen.Boucle-Rock-1 Boucle-Rock-2Genäht habe ich dann den Rock ganz normal. Bei jeder anderen Methode, z. B. mit Futter den ganzen Rock verstürzen, hätte sich der Boucle nur verschoben. Außerdem wollte ich den Rock richtig abrunden, damit er nicht zipfelt.

Der schnitt ist der Rock vom Kleid K-064 von Garonne und der abgerundetet Bund aus “Gerties New Book for better Sewing”. Damit die Taille nicht zu dick wirkt, habe ich noch nachträglich das Ripsband aufgenäht. Es ist wirklich vorteilhafter mit dem Band.

 

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Türkis Pulli aus Merinostrick

Endlich kann ich mein Prachtstück anziehen. Prachtstück, weil er mir so gut gefällt, was auch mit seiner Geschichte zu tun hat.tuerkis Merinopulli-1Um den Stoff bin ich bei Garconne lange herumgelaufen und habe (inzwischen vergeblich) versucht der Verlockung zu widerstehen. Der kuschelige Merinostrick ist einfach ein Traum in dem Türkis. Als kaum noch etwas auf dem Ballen war, war es mit dem Widerstand vorbei. Ich habe die noch vorhandene Länge ausgemessen und sie war – auf deutsch gesagt – saublöd. Es wäre ein unpraktischer Rest übriggeblieben, dem man kaum hätte verkaufen können, so ein Pech.

Dann kam Frau Löslein von Garconne, meine Chefin, und meinte, sie hätte noch Reste vom Zuschneiden in der Werkstatt und hat sie mir gebracht. Mein Hirn hat daraufhin gerattert und es fing ein kleines Puzzle an. Relativ schnell hatte ich ein Bild des fertigen Pulis vor Augen und ich brauchte nur die Menge, die vorher vom Ballen unverkäuflich übrig geblieben wäre.

Dank Statement-Ärmel, die gerade ganz aktuell sind, und Kragen aus zwei Teilen haben die Stoffstücke gereicht und der Pulli ist genauso geworden, wie ich ihn mir vorgestellt habe.tuerkis MerinopulliAls Schnitte habe ich für den Körper und die obere Ärmelhälfte J-001 von Garconne verwendet. Der Rest vom Ärmel ist ein gerades Stoffstück, dass auf den Ärmelumfang eingekräuselt wurde. Der Kragen stammt vom T-023 T-Shirt mit Carmenkragen bzw. dem Ergänzungsschnitt S-020, mit dem man vorhandene Schnitte abwandeln kann.

Meine Hose ist eine alte Bekannte und deshalb erwähne ich sie nicht extra. Da ich beim Heimkommen vorschnell meine Schuhe ausgezogen habe und in pink Filzpantoffeln geschlüpft bin, wollte ich meine Füße nicht auf dem Foto haben und habe sie abgeschnitten ;-)

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Blusenshirt mit Häkelspitze

Es wird eindeutig Herbst, aber endlich ist meine Bluse fertig, besser gesagt die Spitze.P-014 mit Spitze (1)Die Bluse, der Schnitt ist Garconne P-014. ist schon länger fertig. Als Abwandelung hab ich dem Schnitt ein Jerseybund verpaßt, auch um das süssliche der Häkelspitze abzumildern.

Bei Pinterest bin ich vor einigen Monaten über irische Häkelspitze gestolpert und bin hin und weg, besonders wenn ich mir historische Modelle der Jarhundertwende anschaue. Damals hat man ganze Kleider aus der Spitze gefertigt. Unter dem englichschen Begriff “Irish crochet” findet man bei Google die historischen Stücke (nicht nur historische): hier

Im Internet habe ich mir über verschiedene Seiten und Blogs Informationen zusammengesucht und will langsam damit arbeiten. (Eigentlich stricke ich lieber und häkel nicht so gerne, aber die Spitze ist so schön) Außerdem bin ich kein Typ für Häkeldeckchen, ich will die Spitze bei Kleidung verwenden.P-014 mit Spitze (2)Das Muster, besser gesagt die Häkelschrift, habe ich bei Pinterest gefunden und es paßte ideal zum Druck auf dem Viskose-Crepe. Es wiederholt die Dolden im Druck. Gehäkelt habe ich mit Nadelstärke 0,6, 30er-Häkelgarn und Sticklupe um den Hals. Durch den heißen Sommer musste das Häkeln aber lange pausieren. Weißes Garn und feuchte Hände passen nicht gut zusammen ;-)

Das ist das Muster und hier die dazugehörige Website:

Spitze für BluseDie Hose ist natürlich auch genäht, aber immer nach dem gleichen Schnitt, nur diesmal aus Leinen mit etwas Viskose und Elasthan, bei dem Bügeln sinnlos ist.

Verlinkt bei: Handmade on Tuesday, Dienstagsdinge, Creadienstag, Me Made Mittwoch und Rums

Me Made Mittwoch 21.06.2017

Der Sommer ist endgültig da….

Bei solchen Temperaturen wie heute bei uns im Breigau (33°C) trägt sich Leinen besonders gut.McCalls M5804Mein Kleid, das schon einige Jahre alt ist, ist aus einem Leinen-Baumwollgemisch mit Stickerei.

Der Schnitt ist McCalls 5804, ein sehr schöner Schnitt, den es leider nicht mehr gibt. Hier habe ich den Schnitt schon einmal gezeigt.

Als das Foto heute Morgen vor der Arbeit gemacht wurde, war es noch angenehm auf dem Balkon.

Wenn es ganz heiß ist, trage ich gerne Flip Flops, aber es dürfen keine in Badelatschen-Optik sein, da bin ich pingelig. Meine sind eigentlich Kinderschuhe (hab Schuhgröße 34) von der italienischen Marke Monimo, sind komplett aus Leder und sehen für mich durch  die Blumen aus dem gleichen Material seriöser aus.

Ich bin gespannt, was die restliche MMM-Gemeinde bei dem Sommerwetter präsentiert.

Me Made Mittwoch 14.06.2017

Ich kann es einfach nicht lassen und kombiniere immer wieder verschiedene Schnitte zu einem Kleidungsstück….

Das kommt davon, wemm man bestimmte Ideen im Kopf hat.

T-034 als KleidIn diesem Fall habe ich den Prototyp eines neuen T-Shirt-Schnittmusters von Garconne (der Ausschnitt ist auf meinem Mist gewachsen, da mir trapezförmige Ausschnitte so gut gefallen) mit dem Rock vom Wickelkleid (K-065) verheiratet.

Dazu habe ich einfach den Schnitt vom T-Shirt in der Taille durchgeschnitten (dank der Tailen- und Hüftlinien bei den Garconne-Schnitten kein Problem) und das Vorderteil in der vorderen Mitte 2 cm vertief, analog zum Wickelkleid.

Beim Rockteil habe ich die vordere Mitte  vom Schnitt einfach in den Bruch gelegt. Die Länge ist gerade kniegedeckt, was durch den Winkle auf dem Foto leide rnicht zu sehen ist, der Fotograf ist einfach zu groß und geht ungern etwas n die Knie.

Beide Schnitte haben gut aneinander gepaßt, da das T-Shirt eng geschnitten ist.

Das Oberteil ist noch nicht der endgültige Schnitt, der in den Handel kommen wird. da ist von der Paßform her noch Verbesserungsbedarf. Die Änderungen habe ich inzwischen erfahren und sie sind vielversprechend. Besonders die Längsfalten neben der Schulter fallen weg. Kleine Änderungen haben manchmal eine große Wirkung. Ich hoffe, dass der Schnitt bald fertig wird, aber bis alles überprüft , korrigiert und gradiert ist, Modelle genäht sind und die Beschreibung steht, vergeht immer mehr Zeit als gedacht.

Bei meinem Kleid habe ich die Kanten des optischen Boleros mit einem zartrosa Gummi verstürzt, was mir sehr gut bei dem asiatisch anmutendem Jersey gefällt.

Ich kann allen Blogleser und Nähbegeierten nur empfehlen, wagemutiger bei der Schnittveränderung und dem “Verheiraten” von verschiedenen schnitten zu werden. Man muss allerdings vorher überlegen, ob es technisch geht.

Bie anderen Nähbegeisterten vom MMM zeigen heute  wieder ihre Werke, bestimmt im besseren Licht als ich. Bei uns scheint nur tagsüber Sonne auf dem Balkon, genau dann, wenn ich arbeiten muss…