Me-Made-Mittwoch 27.05.2015

Bei den Temperaturen morgens weiß man ja gar nicht, was man anziehen soll.T-033 BlumenHeute trage ich ein T-Shirt mit Knoten aus geblümten Jersey und eine Hose aus jeansartigem Stretch. Der Schnitt vom T-Shirt ist Garconne T-033, den ich schon in mehreren Varianten genäht und auch hier und hier im Blog gezeigt habe. Diesmal ist es die einfache Variante mit V-Ausschnitt und kurzen Ärmeln. Ich habe manchmal die Angewohnheit, einen Schnitt mehrfach zu nähen, wenn er mir gut gefällt.

Die Hose ist nach meinem üblichen Burda-Schnitt genäht, nur etwas länger.T-033 mit grüner JackeUnd was würde ich nur ohne Strickjacken machen, so verfroren wie ich bin. Diesmal ist die Jacke auf die Schuhe abgestimmt (oder besser umgekehrt…)

Mein heutiges Outfit ist ein ganz normales ohne Besonderheiten. Man kann ja nicht jeden Tag etwas ausergewöhnliches tragen ;-)

Ich bin sicher, dass die anderen Damen vom MMM spektakulärere Stücke präsentieren.

Nahtzugaben zurückschneiden

In diesem Tutorial zeige ich das Zurückschneiden von Nahtzugaben an verstürzten Kanten.

Diese findet man immer wieder bei Ausschnittkanten, Tascheneingriffen und anderen Stellen mit Belegen. In dem meisten Anleitungen heißt es einfach nur: Nahtzugaben stufenweise zurückschneiden und an den Rundungen einschneiden.

Als erstes Nähe ich den Beleg an die zu verstürzende Kante.vorherDann schneide ich bei den Teilungsnähten links und rechts der Teilungsnaht bis zur “verstürzenden” Naht ein und die Nahtzugaben ab. Dabei achte ich darauf, keine Naht zu verletzen.

Naht vorherNaht hinterher

Anschließend kommen Abnäher an die Reihe, sofern vorhanden. Hier schneide ich die Nahtzuaben des Abnähers ab bis dicht an die Nähte. Ich hoffe, dass man es auf den Bildern gut erkennen kann. Abnäher vorherAbnäher nachher

Dann kommen die restlichen Nahtzugaben an die Reihe und werden stufenweise zurückgeschnitten, damit sie sich nicht unschön durchdrücken. Zuerst schneide ich die Nahtzugaben des Belegs auf ca. 5 mm breit zurück. Dabei werden die hochstehenden Nähte der Teilungsnähte und Abnäher  nicht mit abgeschnitten, damit sie nicht aufgehen. Anschließend schneide ich die Kante des Oberstoffes soweit zurück, dass sie etwas breiter ist als die vom Beleg.

Kante 1 Kante 2

Und als letzter Schritt wird die Kante bei Rundungen eingeschnitten und zwar abwechselnd einmal vom Beleg und einmal vom Oberstoff. Damit werden unschöne Löcher und Dellen im der verstürzten Kante vermieden.EinscheidenDurch dieses Zurückschneiden wird die Kante dünner und gleichmäßiger und trägt nicht so auf. Allerdings sind Änderungen kaum mehr möglich. Das Zurückschneiden wird deshalber erst nach der Anprobe gemacht und sieht am Ende so aus:fix und fertigDer Stoff im gezeigten Beispiel hat eine unbedruckte, weiße Rückseite und eine Vorderseite mit einem dunklen Druck. Ich hoffe, dass man dadurch die Details gut erkennen kann.

Me-Made-Mittwoch 13.05.2015

Ich bin noch auf der Suche nach DEM idealen Wickelkleid für mich und kann daher beim heutigen MMM nicht mit einem Wickelkleid dienen. Ich besitze nur ein Gekauftes, das hier nichts zu suchen hat.

Deshalb zeige ich “nur” ein T-Shirt und einen Rock im morgenlichen Sonnenlicht auf dem Balkon ;-)

Pramo-Rock und graues ShirtDas T-Shirt ist nach Garconne T-006 (Raglanshirt) genäht. Den Schnitt kann ich schon fast blind nach Gefühl zuschneiden, so oft wie ich den genäht habe. Ich liebe den Schnitt und variiere immer die Ärmellänge. Bei diesem habe ich auf das fertige Shirt Streifen aus dem gleichen Stoff genäht, die ich vorher mit dem Kräuselfuß gerafft habe. Der Streifen war ca. 3 cm breit.  Durch anschließendes Waschen rollen sich die Schnittkanten vom Jersey ein und geben einen schönen zusätzlichen Effekt.

Das gleiche Shirt habe ich auch in rot und vor einiger Zeit eine Nahaufnahme gemacht, auf der man die Kräuel wesentlich besser sieht:Kraeusel-ShirtFalls Ihr keinen Kräuselfuß kennt, den habe ich schnell fotografiert:Kraeuselfuss

Der Rock soll aber vor lauter Kräuseln nicht vergessen werden. Der Schnitt für den 6-Bahnenrock mit angeschnittenem Bund stammt aus einer Pramo von 1953, ist also fast original und nicht nur retro. Das Material ist ein festeres Leinen von Garconne, so dass für den Alltag kein bauschender Unterock benötigt wird. Bei meiner Größe gefällt es mir mit Petticoat an mir auch nicht. Komischerweise gefält es mir nur bei anderen.

Vielleicht finde ich ja auch noch irgendwann das ideale Wickelkleid als Schnitt für mich. Beim MMM gehe ich auf jeden Fall schauen, was die anderen Damen genäht haben.

Me-Made-Mittwoch 06.05.2015

Endlich kann man wieder Schuhe ohne Strümpfe tragen.  Es ist warm genug.T-018Ich habe den Spleen, dass bei mir die Schuhe farblich zum Outfit abgestimmt sein müssen.  Deshalb habe ich passend zum T-Shirt Rote angezogen. Das T-Shirt mit den Flamingos habe ich vorletztes Jahr nach dem Garconne-Schnitt T-018 (T-Shirt mit Raglanoberteil) genäht, allerding in extra kurz wegen meiner Proportionen. Den Schnitt mag ich unheimlich gern, er ist so weiblich. Er sitzt am besten mit einer elastischen Borte unterhalb der Brust. Bei mir ist es ein elastisches Samdband mit einer kleinen Schleife auf der Ansatzstelle. Das Band ist nachträglich auf das fertige Shirt genäht worden. Mir gefällt es in diesem Fall besser, weil es wie ein Gürtel wirkt und nicht in der Seitennaht mitgefaßt ist.

Die Hose ist hier mitterweile eine Uralt-Bekannte, ich trage sie halt sehr viel ;-)

Ohne Jäckchen ist es morgens noch etwas frisch, so dass ich meine Lena-Hoschek-Jacke vom vorletzten Winter aus dem Schrank geholt habe.T-018 komplettBeim MMM werden aber wieder viele andere interessante Kleidungsgtücke gezeigt.

Der Beitrag kommt heute leider sehr spät, da ich keine Bilder hochladen konnte. Aber mit Hife von Google hat es jetzt funtioniert.