Me-Made-Mittwoch 29.04.2015

Es ist wirklich frisch und kühl geworden, nichts mehr mit Frühling.

Aus diesem Grund  (ich bin verfroren) habe ich heute einen Wollrock getragen, der schon einige Jährchen auf dem Buckel hat.R-013Er ist nach Garconne R-013 (Godetrock mir Passe) genäht worden, allerdings noch nach der alten Version. Bisher gab es den Schnitt nur in lang und so hatte er mir nicht gefallen. Ich wollte ihn in knielang und habe ihn entprechend modifiziert (Passe gestaucht und Rock gekürzt). Mir gefällt einfach die Form des Rockes, vorne schlicht und hinten mit dem angeschnittenen Godet.

Auch beim Stoff konnte ich damals nicht “nein” sagen. Ich mag rote Schottenkaro-Stoffe und dieser hat noch ein Fantasiekaro…

Ich finde, dass mit dem Karo der Schnitt richtig gut zur Geltung kommt, hier sieht man ihn etwas seitlich:R-013 seiteDa nur ein Rock nicht reicht, habe ich noch eine (gekaufte) Strickjacke, eine Dirndljacke mit Wolle, angezogen. Eine Kollegin hat als Test über die Jacke gestreichelt, weil sie so stachelig aussieht. Das liegt an dem Lochmuster. Darunter trage ich ein ebenfalls gekauftes Top aus Seidenstrick im Unterhemdenstil.

Auch wenn ich heute spät dran bin, lohnt sich wie immer ein Blick zu den anderen Damen vom MMM.

Me-Made-Mittwoch 22.04.2015

Auch heute mache ich wieder beim MMM mit und auch ich trage eine kurzärmelige Bluse.R-042 plus Lekala-BluseAus einem superschönen Seidenstöffchen von KBC habe ich meinen ersten Lekala-Schnitt letzten Sommer genäht und heute zum ersten Mal getragen. Es ist Lekala 5990. Den Schnitt fand ich mal etwas anderes und mir gefallen so schmeichelnde Krägen so gut. Allerdings habe ich die Rüschen oben auf den angekrausten Schultern weggelassen, da es mir nicht gefallen hat. Wie immer ist mir die Rückenlänge von Lekala im Bereich des hinteren Armloches zu lang und die Bluse ist extrem offenherzig, was man auf dem Bild mit Stickjacke erkennen kann. Zum Glück habe ich schwarze Sicherheitsnadeln ;-) vom Flamenco, denn bei Auftritten werden die Tücher und co damit unsichtbar befestigt. In Brustpunkthöhe werde ich wohl noch ein Knofloch samt Knopf einarbeiten müssen….

Der Rock aus einem strechigen Jeansstoff (der gleiche Stoff wie die Hose letzte Woche) ist auch letztes Jahr nach Garconne R-042 entstanden. Ihn habe ich aber schon öfters getragen. Es ist ein Rock mit 8 Bahnen, die in der Mitte je eine Doppelfalte haben. Die habe ich blöderweise beim Nähen eine Spur breiter begmacht als im schnitt vorgesehen. Er wurde etwas eng und ich musste aus den Nahtzugaben rauslassen, was ging. Deshalb mein Tipp für den Schnitt: Reichlich Nahtzugaben für die Teilungsnähte….R-042 komplettDa es morgens noch recht frisch ist brauche ich eine Strickjacke. In diesem Fall ist es eine gekaufte Kinder-Strickjacke von Bennetton. Machmal hat es auch Vorteile, wenn man klein ist…

Die Liste der heutigen Teilnehmer beim MMM ist recht lang, deshalb lohnt sich ein Besuch dort.

Me-Made-Mittwoch 15.04.2015

Mein heutiges Outfit paßt zum Motto des letzten MMM, Frühlingserwachen.rotes SchößchenDas Schößchen-Top und die Hose habe ich mittlerweile in mehren Varianten genäht und kombiniere sie sehr gerne zusammen, was man hier im Blog auch sehen kann. In diesem Beitrag habe ich beide näher beschrieben. Gerade in der Übergangszeit trage ich die Tops gerne, da sie etwas wärmer als normale T-Shirts sind. Sie sind aus Cloque-Jersey oder etwas dickerem Jersey. Dieses Material hat die nötige Schwere und Stand für den Schnitt.

Da es morgens doch recht frisch ist, geht es nicht ohne Jacke. Stolz zeige ich mein Prachtstück, das ich viel zu selten trage (genäht letztes Jahr) und eher schone.  Es ist ein Trench aus einer Burda von  2009 und recht auffällig, besonders in meiner Lieblingsfarbe rot.roter TrenchEndlich kann man auch wieder Ballerinas ohne Strümpfe anziehen.

Bei den anderen Damen vom MMM geht es auch recht frühlingshaft zu.

Schnitte stauchen Teil 1(Oberteile)

Alle Hersteller von Schnittmustern (und die Konfektion) gehen immer von Standardgrößen bzw. -Längen aus, meist sind es 168 cm Körperhöhe. Wenn man, wie ich, nicht der Normgröße entspricht, müssen die Schnitte angepaßt werden. Im Fall von Verkürzen nenne ich es “Stauchen”.

In der Burda-Zeitschrift gab es immer wieder Anleitungen zum Anpassen an die eigene Körperhöhe wie diese von 2011. Zum Vergrößern und Lesen bitte anklicken.Schnitte stauchenMit meiner Größe von 152 cm ist mir alles viel zu lang und muss es entsprechend anpassen. Mir sind sogar Kurzgrößen (160 cm) zu lang.

Als erstes vergleiche ich bei Oberteilen die Brusttiefe, vordere und rückwärtige Länge mit denen des Schnittmusterherstellers, um zu erfahren, wieviel ich wo stauchen muss. Wenn es nicht in der Maßtabelle angegeben ist, messe ich den Schnitt aus.

Bei mir ist die Brusttiefe 1 cm weniger und die vordere (und rückwärtige) Länge insgesamt 4 cm nach der Burda-Maßtabelle für Normalgrößen. Zum Stauchen falte ich den Schnitt im rechten Winkel zum Fadenlauf und mache eine Falte mit dem halben Kürzungsbetrag. Ich nehme 1 cm in Armlochhöhe (für die geringere Brusttiefe) und 3 cm für die restliche Länge durch Wegfalten zwischen Brust und Taille heraus.

Meine Arme sind 9 cm kürzer als die Burda-Maßtabelle. Da nehme ich 1 cm in Höhe der Armkugel heraus. Da bei Burda die Armkugel immer sehr hoch ist, nehme ich den gleichen Betrag von 1 cm, um den ich das Oberteil in Armlochöhe gestaucht habe. Eigentlich dürften es nur 7 mm sein wegen der Einhalteweite. Von den restlichen 8 cm nehme ich 4 cm ca. oberhalb des ellenbogens und 4 unterhalb heraus. Dadurch bleiben die Proportionen erhalten.

Wenn die Ärmel Bündchen oder Manschetten haben, schaue ich mir deren Breite an und kürze sie um 0,5 oder 1,0 cm und den restlichen Ärmel weniger.

Durch das Wegfalten von Länge erhalten die Teile des Schnittmuster Zacken, die ich beim Zuschneiden ausgleiche und egalisiere.

Bei anderen Schnittmuster-Herstellern kürze ich anders: Bei Garconne z.B. stauche ich Oberteile nur um insgesamt 3 cm unterhalb der Brust. Die Brusttiefe ist  ca. 0,5 cm weniger als bei Burda, da Kürze ich nicht. Außerdem sind die Armlöcher relativ niedrig (besserer Sitz!). Wenn da gestaucht werden muss, würde ich es direkt unterhalb des Armloches machen. Das Armloch und die Armkugel belasse ich , wie sie ist.

Als Beispiel für einen gestauchten Schnitt zeige ich hier eine Wickelbluse von Garconne.Wickelbluse gestauchtHier habe ich beim Ärmel die herausgenommenen Längen etwas anders verteil, da es eine 3/4-Arm-Variante gibt. Ich habe es in 2/3 und 1/3 aufgeteilt.

Bei Querteilungen überlege ich immer gründlich, damit die Proportionen erhalten bleiben.

Diesen Beitrag werde ich um Schnittbesonderheiten ergänzen, sobald ich entsprechende Schnitte stauchen muss.

In einem weiteren Teil zu diesem Tutorial werde ich die “Unterteile” wie Röcke und Hosen behandeln. Sonst gibt es zuviel Text auf einmal.

Bei Fragen helfe ich gerne weiter.

Me-Made-Mittwoch 08.04.2015

Mein heutiges Outfit paßt nicht wirklich zum Thema “Frühlingserwachen” beim MMMblauer Rock mit Bolero-1…. morgens ist es noch recht frisch und ich bin verfroren. Der blaue Rock ist ja fast schon ein alter Bekannter hier im Blog, aber mit dem Bolero kommt der Schnitt mit dem Bund so richtig schön zur Geltung.blauer Rock mit Bolero-2Den Bolero habe ich vor kurzer Zeit im Schrank wieder entdeckt. Das kommt davon, wenn der Schrank zu voll ist. Vor einigen Jahren hatte ich ihn aus sündhaft teuerer Wolle (italienische) gestrickt und knausernd recht kurz und knapp gehalten. Das war die bis dahin teuerste Wolle, die ich verstrickt habe. Ich meine, das ein Knäuel 9 €  gekostet hatte. Das Garn ist grau-schwarz mit einem durchlaufenden Faden, der wechselt dauernd von orange, rot, blau zu grün.

Hier sind noch eine Frontalansicht:blauer Rock mit BoleroDas T-Shirt ist ausnahmsweise mal nicht von mir genäht, es ist gekauft.

Und wie immer zeigen die anderen Damen auch ihre Werke.

Me-Made-Mittwoch 01.04.2015

Von Frühling war heute nicht wirklich viel zu spüren, da muss man ja fast wieder Winterkleidung anziehen.Pulli in grünHeute hatte ich einen genähten Pulli aus einem warmen Merino-Feinstrick an. Der Schnitt ist der der Burda 10/12 und Model 118 stark gekürzt. In der Originallänge habe ich ihn hier schon einmal gezeigt. Da ich lieber Röcke als Hosen trage, brauche ich aber kürzere Oberteile, damit die Proportionen stimmen.

Genäht habe ich den Pulli schon vor einer Weile, aber nicht getragen, weil ich ihn voreilig gesäumt habe. Ich ärgere mich jetzt, dass ich die abstehenden Seitennähte am Saum nicht schon eher abgenäht hab. Der Pulli ist so schön kuschelig…

Beim Zuschnitt hatte ich zu spät gemerkt, dass der Schnitt auf der falschen Seite des Stoffes lag, nun ist die Raffung rechts anstatt links. So etwas kann auch nach vielen Nähjahren noch passieren.

Die Hose ist nach einem Burdaschnitt von 2009 genäht und wurde auch schon oft im Blog gezeigt. Meine frisch genähten Sachen sind leider noch etwas zu luftig, da muss es etwas wärmer werden.

Durch die Zeitumstellung ist es im Moment leider morgens wieder etwas dunkler, so dass der Blitz beim Fotografieren wieder sein muss.

Die andern MMM-Mädels zeigen auch wieder ihre Werke, unter anderem ist diesmal zufällig auch “mein” Pullischnitt dabei.